Evangelisch sein – was bedeutet das?“

 Superintendent Dirk Jäger, Hittfeld

 

„Evangelisch sein – was bedeutet das“ - das ist ein schönes und auch wichtiges Thema, weil:  - Viele Menschen heute gar nicht mehr unterscheiden zwischen evangelisch und katholisch (Ist ev. nur „abgeschwächt“ fromm o. liberaler als bei den Katholiken?) - Man ja eigentlich auch selbst immer wieder mal darüber nachdenkt: Was glaube ich eigentlich, was ist das „Eigene“ unserer Kirche, was können wir anderen darüber erzählen? Können wir´s?

 

Gliederung:

I.         Ein paar gebündelte Informationen über das, was wir seit Luthers Zeiten glauben und hoffentlich manchmal auch leben

II.       Ein eigener Zugang anhand einer meiner Lieblingsstellen aus der Bibel

III.     Gerne Zeit zum Austausch, denn das Gespräch über Glaubensfragen ist nun wirklich typisch evangelisch!

 

I. Evangelisch - was bedeutet das?

 

Mit der Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche sind Rechte verbunden:

   Teilnahme am Abendmahl

   Übernahme einer Patenschaft

   Kirchliche Trauung

   Taufe der Kinder

   Beerdigung durch einen evangelischen Pfarrer / eine evangelische Pfarrerin

   Seelsorgerliche Begleitung zu jeder Zeit

   Aktives und passives kirchliches Wahlrecht

   Der Gemeindebrief Ihrer Gemeinde im Briefkasten usw.

 

Evangelischer Glaube bedeutet jedoch mehr als die reine Zugehörigkeit zur Kirche. Evangelisch sein heißt „am Evangelium orientiert“. Es ist gute evangelische Tradition, sich an dem zu orientieren, was in der Bibel steht. Doch woran erkennt man evangelischen Glauben, was macht die protestantische Kirche aus? Dazu ein paar markante Merkmale, die "typisch evangelisch" sind:

 

1. Kein Papst und keine Heiligen

Im Gegensatz zu Katholiken haben Protestanten keinen Papst – kein geistliches Oberhaupt, keinen Heiligen Stuhl, keinen Kirchenstaat. Generell lassen sich evangelische Christen in Sachen Glauben und Leben so schnell nichts vorschreiben. Für Protestanten sind Geistliche vielmehr fehlbare Menschen wie alle anderen auch (Ein Bischof ist vor Gottes Angesicht nicht besser oder schlechter als Sie oder ich).

 Auf der anderen Seite sind alle Gläubigen gleichermaßen Priester. Nach evangelischer Auffassung steht jeder Mensch selbst vor Gott und braucht keinen Stellvertreter. Deswegen gibt es auch keine Heiligen, die Fürsprache bei Gott einlegen. Protestanten begehen dementsprechend keine Namenstage, und evangelische Kirchen fallen in der Regel schlichter aus als katholische: ohne Seitenaltäre, Statuen oder sonstige Kulteinrichtungen zu Ehren einzelner Heiliger.

Die Menschen, die an der Spitze der evangelischen Kirche stehen, wie beispielsweise ein Kirchenpräsident oder eine Bischöfin, halten keine Audienzen und erlassen keine Dogmen. Sie verstehen sich als Funktionsträger ihrer Kirche – als Arbeiter im Weinberg des Herrn. Dazu werden sie von den Gemeinden und der Gemeinschaft ihrer Kirche gewählt und bestimmt – und hoffen auf Gottes Segen bei ihrem Tun.

 

2. Wortgottesdienste und die Bibel in deutscher Sprache

Typisch evangelisch ist der sogenannte Wortgottesdienst, mit Predigt und Bibelauslegung. Das gepredigte Wort Gottes spielt die Hauptrolle, nicht die Liturgie oder das Abendmahl. Die Bibel gilt dabei als die Grundlage des Glaubens und wird als solche für die aktuelle Hörer- und Leserschaft immer wieder neu ausgelegt. Die Tatsache, dass wir die Bibel heute in deutsch lesen können, ist eine evangelische Errungenschaft. Martin Luther war der erste, der die Heilige Schrift ins Deutsche übersetzte. Zuvor gab es nur lateinische, altgriechische oder hebräische Ausgaben biblischer Texte. Seit Martin Luther kann jeder lesen, was in der Bibel steht, die Texte auslegen und zitieren – eine wichtige Voraussetzung für das "Priestertum aller Gläubigen".

 

3. Gute Taten für andere – und nicht für sich selbst

Nach protestantischem Glauben verliert ein Mensch die liebevolle Zuwendung Gottes selbst durch die schlimmsten Vergehen nicht. Gott wendet sich allen Menschen aus Gnade zu – das heißt, völlig unabhängig von menschlicher Bemühung und Leistung. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man tun und lassen kann, was man will. Auch Protestanten sollten sich in guten Taten üben – jedoch nicht, um die eigene Haut zu retten, sondern um ihrer Mitmenschen willen.

 

4. Keine Beichtstühle, sondern Gespräche unter Menschen

In evangelischen Kirchen sind Beichtstühle unüblich. Das heißt aber nicht, dass Protestanten nichts falsch machen im Leben oder nicht darüber reden. Wenn jemand schwer trägt an einer Schuld, kann er sich einem Pfarrer oder einer Pfarrerin anvertrauen. Davon dringt genauso wenig nach außen wie aus dem katholischen Beichtstuhl: Die Seelsorgegespräche unterliegen, wie die Beichte, der Schweigepflicht. Im Gegensatz zur katholischen Beichte, bei der der Pfarrer oder die Pfarrerin im Namen Gottes straft und vergibt, bleibt das evangelische Seelsorgegespräch zwischen Pfarrer oder Pfarrerin und einem Gemeindemitglied ein Gespräch unter Menschen. Freisprechen, so die Vorstellung der Protestanten, kann uns nur Gott selber. Und wenn er es tut, dann tut er es aus Gnade, und nicht weil wir mit allerlei Bemühungen etwas dafür getan hätten.

 

5. Abendmahl von allen – für alle

In der evangelischen Kirche gibt es beim Abendmahl nicht nur zu essen (eine Oblate), sondern auch etwas zu trinken – zumeist Wein oder Traubensaft aus einem Kelch. Nach evangelischer Auffassung beginnt das Abendmahl mit den sogenannten Einsetzungsworten, die normalerweise ein ordinierter Pfarrer oder eine ordinierte Pfarrerin spricht – in Ausnahmefällen aber auch ein Getaufter, der von der Gemeinde beauftragt werden kann. Dies ist in der katholischen Kirche anders: Dort kann und darf nur ein geweihter Priester die Einsetzungsworte und das sogenannte Hochgebet sprechen, in dem Brot und Wein in Leib und Blut Christi verwandelt werden.

 

6. Frauen und Kinder

In der evangelischen Kirche gibt es Pastorinnen, die zudem noch verheiratet sein und Kinder haben können. Denn für Protestanten ist das Pfarramt zunächst mal ein Beruf wie jeder andere auch. Für die allermeisten reformatorischen Kirchen spricht darum nichts dagegen, auch Frauen ins Pfarramt zu ordinieren. Martin Luther hat damals als Mönch geheiratet und eine Familie gegründet, das steht seither auch allen anderen protestantischen Pfarrerinnen und Pfarrern zu. Ein katholischer Priester dagegen ist an den Zölibat, Ehelosigkeit und sexuelle Enthaltsamkeit gebunden. Eine Priesterweihe von Frauen findet in der katholischen Kirche bis heute nicht statt.

 

II. Ein eigener Zugang aus einer meiner Lieblingsstellen aus der Bibel

Im Brief des Paulus an die Galater (Gal 5,1-6):

„Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen!

Wenn ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, dann habt ihr mit Christus nichts mehr zu tun; ihr seid aus der Gnade herausgefallen.

Wir aber erwarten die erhoffte Gerechtigkeit kraft des Geistes und aufgrund des Glaubens.

Denn in Christus Jesus kommt es nicht darauf an, beschnitten oder unbeschnitten zu sein, sondern darauf, den Glauben zu haben, der in der Liebe wirksam ist.“

Noch einmal: Was heißt eigentlich „evangelisch-sein“?
Heißt das nur, dass man nicht katholisch ist? Dass man sich nicht bekreuzigt? Dass es in der Kirche keinen Weihrauch und kein Weihwasser und keine Messdiener gibt. Oder ist man evangelisch, weil der Pfarrer einen schwarzen Talar an hat? Oder heißt evangelisch-sein besonders liberal sein in gesellschaftlichen Fragen? Wann ist man wirklich evangelisch? Nur weil es auf der Lohnsteuerkarte steht, oder weil man eben so geboren ist?

Gedächtnisfeiertage, wie unser Reformationstag am 31. Oktober, die an geschichtliche Ereignisse der Vergangenheit erinnern, haben keinen Sinn, wenn man an ihnen nur auf Vergangenes zurückblickt. Sie sollten vielmehr Gelegenheit sein, über die Gegenwart nachzudenken und Wege in die Zukunft zu entdecken. Sonst wird der Glaube museal.

Als Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen zum Ablass an die Tür der Wittenberger Schlosskirche anschlug, da veröffentlichte er ja keineswegs ein umfassendes Konzept zur Erneuerung der Kirche, oder gar eine Programmschrift für die Gründung einer neuen Konfession.

Worum es ihm ging, war zunächst eine ganz praktische Frage aus dem Alltag seiner Gemeinde, aus seinem Alltag als Seelsorger: Es ging um das Bußsakrament, die Praxis der Beichte. Nicht sie abzuschaffen, bei Leibe nicht, sondern sie vor Missbrauch zu schützen, und wieder aufzurichten und stark zu machen, darum ging es ihm. Was hatte es auf sich mit Buße, Umkehr, Sünde und Vergebung und dem Ablass, bei dem was man tun musste, um bei Gott Vergebung zu erlangen?

Für Luthers Geschmack nahmen die Leute all das nicht mehr ernst genug. Sie meinten sich loskaufen zu können von den ernsthaften Fragen nach Leben und Tod, nach ewigem Leben und ewiger Verdammnis. Um nicht mehr und nicht weniger ging es ihm. Nicht um Äußerlichkeiten der kirchlichen Gestalt, nicht um Sitten und Gebräuche, zunächst nicht einmal um die Struktur der Kirche und den Papst - es ging um die Frage von Leben und Tod, ewigem Leben (Erlösung) oder ewigem Tod (Verdammnis).

„Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?“ - das war die Frage, die hinter allem stand und die ihn zutiefst beschäftigte und umtrieb: Wie kann ich mein Verhältnis zu Gott in Ordnung bringen? Wie kann ich im Einklang mit Gott leben? Muss ich dazu etwas Bestimmtes tun, mich in bestimmter Weise verhalten? Muss ich bestimmte Werke erfüllen, um mich mit Gott zu versöhnen, um ihn gnädig zu stimmen? Kann ich das überhaupt?

 

Nach langem Ringen und Suchen fand Luther die Antwort im Neuen Testament, im Evangelium, in der frohen Botschaft von Jesus Christus. Die Antwort des Evangeliums, sozusagen die evangelische Antwort hieß: „Der Mensch wird gerecht ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.“

Das heißt: Der Mensch muss nicht etwas leisten, muss keine Forderungen erfüllen, nicht die vielen Gesetze und Weisungen des Alten Testaments, und auch nicht die guten Werke der mittelalterlichen Frömmigkeit - Almosen, Wallfahrten, Fasten - und auch nicht die guten Werke des 21. Jahrhunderts: political correctness, gerechte Sprache, Gender-Bewusstsein, interreligiöse Toleranz oder Umweltbewusstsein - er muss all das nicht tun und leisten, um sein Verhältnis mit Gott in Ordnung zu bringen, sondern er soll glauben, d.h. vertrauen - vertrauen darauf, dass Gott schon alles von sich aus für ihn getan hat.

Wir müssen nichts bei Gott verdienen; wir können nichts bei Gott verdienen - wir bekommen seine Liebe, seine Gnade, seine Vergebung geschenkt - umsonst.

Oder wie es eben im Galaterbrief heißt: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit! ... Denn in Christus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe tätig ist.“

Freiheit ist das Merkmal christlichen Lebens. Das haben Luther und die Reformation wieder entdeckt. Freiheit vom Gesetz, von all den Regeln und Vorschriften des Alten Testaments, aber auch Freiheit von allen frommen Leistungen und von allem Druck, uns bei Gott etwas verdienen zu müssen.

Das Wort Freiheit allerdings ist natürlich auch ein gefährliches Wort. Es ist ein schillernder Begriff, vielfältig zu verstehen und leicht gefährlichen Missverständnissen ausgesetzt. Die Geschichte dieses Zauberwortes im Protestantismus scheint dabei in der Tat eine einzige Geschichte von Missverständnissen zu sein. Ein evangelischer Theologe hat einmal etwas zugespitzt und auch ein bisschen böse gesagt, der Glaube des durchschnittlichen Protestanten setze sich aus einem Drittel heidnischer Frömmigkeit, einem Drittel römisch-katholischem Erbes und einem Drittel falsch verstandener christlicher Freiheit zusammen.

Luther selbst hat noch zu Lebzeiten schmerzlich erfahren, wie Evangelische aus falsch verstandener Freiheit alle Ordnung über Bord warfen und proklamierten, nun könne jeder tun, was er wolle. Die Schwärmer und Bilderstürmer zogen eine Spur der Verwüstung durch die evangelische Lande.

 

Das noch harmloseste Missverständnis des evangelischen Freiheitsbegriffs ist wohl das landläufige Selbstverständnis eines evangelischen Durchschnittschristen: „Wunderbar, das haben wir ja immer schon gewusst. Evangelisch sein heißt, frei sein. Evangelisch sein heißt nicht in die Kirche gehen zu müssen, nicht fasten zu müssen, nicht beichten zu müssen, keinen Priester oder Bischof zu haben, der sagen kann, was man tun muss.“ Jeder kann nach seiner eigenen Fasson selig werden, wie Friedrich der Große, auch ein Protestant, vielleicht etwas spöttisch gesagt hat.


Ernsthafter ist schon die Vermischung des biblischen mit dem philosophischen und dem politischen Freiheitsbegriff, die im Laufe der Theologiegeschichte in einer zuweilen unseligen Allianz von evangelischer Theologie und Aufklärung stattgefunden hat. Freiheit wurde zum religiös-politisch-psychologischen Kampfbegriff. Freiheit wurde zum Wert, zum Wert an sich. Der Begriff wurde zum Einfallstor und zur Legitimation für Individualismus, Subjektivismus und Relativismus. Nichts gilt mehr, alles ist möglich.

Auch der politische Begriff der bürgerlichen Freiheit der modernen Demokratien hat mit dem biblischen Freiheitsbegriff nur wenig zu tun, denn bürgerliche Freiheit ist ja gerade kein Geschenk, sondern ein Recht, das man sich im Zweifelsfall erkämpfen muss.

 

Verheerend schließlich wird es, wenn an die Stelle des Gesetzes, in den Raum der Freiheit letztlich nur die Leere tritt und der Freiheitsbegriff damit auf eine schiefe Ebene gerät: nach der Freiheit vom Gesetz kommt die Freiheit vom Dogma (wie es der Pietismus gegen lutherische Orthodoxie vertrat), dann die Freiheit von der Kirche, die Freiheit von der Religion (Barth) bis man schließlich bei der Freiheit von Gott landet, bei der „Gott ist tot - Theologie“ der Moderne.

Im biblischen Verständnis gibt es aber eben keine angeborene Freiheit des Menschen, wie sie die Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts proklamiert. Im Gegenteil: Nach biblischem Verständnis - einem zugegebenermaßen sehr pessimistischen Bild vom Menschen - ist das „Dichten und Trachten des menschlichen Herzens böse von Jugend auf“ und er ist gefangen und gebunden im Egoismus, in seiner Gottesferne und in dem in sich selbst Verkrümmt-sein (wie es bei Luther heißt), kurzum in der Sünde.

Die Sünde ist im biblischen Verständnis keine Handlung, kein Tun, kein Verhalten, sondern zunächst einmal ein Zustand; der Zustand der Gottesferne und Selbstbezogenheit, und damit gerade das Gegenteil aller Freiheit.

 

Aus diesem Zustand kann der Mensch sich nicht selber befreien, nicht durch die Werke des alttestamentlichen Gesetzes, nicht durch gute Werke der mittelalterlichen Frömmigkeit, nicht durch edel Gesinnung und Strebsamkeit, nicht durch Leistung und Fortschritt und Emanzipation wovon auch immer. Diese Freiheit wird ihm geschenkt. Geschenkt durch Jesus Christus, durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung am Ostermorgen. Dieses Geschehen für sich anzunehmen, zu begreifen, dass es für uns geschehen ist, sich darauf zu verlassen und zu vertrauen - kurzum: zu glauben - das macht frei. So bekomme ich einen gnädigen Gott, und nicht anders.

 

Die Botschaft des Evangeliums - und das ist dann aber auch typisch evangelisch - macht uns frei zur Liebe, zum Einsatz für andere.

Solche Freiheit ist die Freiheit eines Christenmenschen, evangelische Freiheit, Freiheit, die uns nicht entlässt in die Bindungslosigkeit und Leere, sondern die uns befreit zur absoluten Bindung: im Glauben an Jesus Christus und in der Liebe zum Nächsten. Beides gehört untrennbar zusammen.

„Ein Christenmensch ist eine freier Herr und niemandem untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht und jedermann untertan“ - Luther.

Evangelisch sein heißt, auf das Wort des Evangelium hören und sich so von Christus befreien lassen von jedem Wahn der Selbsterlösung und binden lassen zum Glauben und zur Liebe.

 

Jetzt genug geredet (und hoffentlich ein wenig Klarheit geschaffen und keine neue Verwirrung) und jetzt könnten wir mal gemeinsam überlegen, was das bedeutet: für unser heutiges Dasein, für unser Handeln und für die Frage, wie man das denn anderen auch nahebringen kann.

 

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