Ortsratssitzung am 21.08.2018 im Fleester Hoff

 

Auf der Ortsratssitzung wurden u.a. folgende Themen behandelt:

 

Stand der aktuellen Bauvorhaben

Verwaltung und Ortsbürgermeisterin informierten z.B. über das Audi-Autozentrum, den Kreisel am westlichen Eingang von Fleestedt, die Bebauung des ehemaligen Fleestedter Sportplatzes, den geplanten Rewe-Getränkemarkt und die Sanierung der Grundschule Fleestedt.

Die Baugenehmigung für den Lidl-Neubau verzögert sich, da die Eintragung einer Baulast noch aussteht. Eine befürchtete geänderte Bauausführung (Aufstockung, Entfall des Gründaches) als Ursache für die Verzögerung wurde explizit verneint.

Das Thema "Pflegeheim mit Kita" an der Winsener Landstraße wird Gegenstand der nächsten Ortsratssitzung im November 2018 sein. Es ist geplant, danach mit der Bauleitplanung zu beginnen.

 

Vergabe von Fördermitteln

Der Ortsrat verabschiedete eine Richtlinie wie bei der Vergabe von Ortsratsmitteln für die Vereinsförderung/Jugendförderung und die Seniorenförderung vorzugehen ist. Demnach müssen Vereine, Organisation und Gruppen, die Ortsratsmittel in Anspruch nehmen möchten, die geplante Verwendung in einem formlosen schriftlichen Antrag erläutern. Rechtzeitig vor der ersten Sitzung des Ortsrates im Folgejahr muss in einem kurzen formlosen schriftlichen Bericht nachgewiesen bzw. glaubhaft gemacht werden, wie die Fördermittel tatsächlich eingesetzt wurden. Die Vorlage dieses Berichtes ist Voraussetzung für die Förderung im Folgejahr.

 

Verkehr und Lärmbelastung in Fleestedt allgemein

Wesentlich geprägt war die Sitzung von Themen im Zusammenhang mit dem Pkw- und Lkw-Verkehr und seinen Auswirkungen auf die Anwohner.

Die Verkehrs- und Lärmbelastung an der Winsener Landstraße – wie in anderen Teilen des Ortes auch – ist für die Anwohner ein ständiges Ärgernis. Zusätzlich zum "normalen" Verkehr kommen Raser hinzu, die sowohl ein Sicherheitsrisiko für die übrigen Verkehrsteilnehmer darstellen als auch durch dynamisches und lautstarkes Hochfahren der Motoren vermeidbaren Lärm verursachen. 

Die besonders lästige Verkehrssituation betrifft nicht nur den westlichen Teil der Winsener Landstraße beginnend an der Bundestraße 4, sondern auch den südlichen Teil bis in den Ortsteil Glüsingen hinein. 

Walter Hagemann (Fraktionssitzender der CDU) erinnerte daran, dass die CDU die Bürger bereits vor Jahren zu einer Expertenrunde eingeladen hatte. Allerdings war die Resonanz damals sehr gering. 

An der Ausgangslage, dass die Winsener Landstraße eine überörtliche Kreisstraße mit Durchgangsverkehr ist, wird sich mittelfristig nichts ändern. 

Alle Fraktionen im Ortsrat sind sich darin einig, dass – unabhängig von diesen Rahmenbedingungen – alles unternommen werden muss, um die Belastungen für die Anwohner zu reduzieren. Vorgeschlagen wurden u.a. stationäre bzw. mobile Blitzanlagen, zusätzliche Schilder zur "Erinnerung" an die innerörtliche Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h sowie Fahrbahn-Verschwenkungen am Ortseingang. 

Die Verwaltung wurde aufgefordert, ein Verkehrskonzept für Fleestedt - basierend auf belastbaren Verkehrszählungen und Geschwindigkeitsmessungen – zeitnah vorzulegen. 

 

Verkehrssituation im Mühlenweg

Die Hauptzufahrt zum Sportzentrum Seevetal erfolgt über den Mühlenweg. Im Bereich der Glaserei ist die Straße besonders eng und unübersichtlich, so dass ein Überholen dort parkender Autos ein Unfallrisiko darstellt. Ein allgemeines Parkverbot lehnte der Ortsrat ab. Die Verwaltung wurde beauftragt zu prüfen, durch welche Maßnahmen insbesondere der Kurvenbereich frei einsehbar gemacht werden kann.

 

Straßenbenennung für südlichen Weg zum Sportplatz

Von der Straße "Auf dem Wittenberg" führt eine kleine, nicht gewidmete Straße südlich an das Sportzentrum Seevetal heran. Am Straßenrand gibt es dort einige wenige Parkmöglichkeiten. 

Der Antrag, dieser Straße einen eigenen Namen zu geben, wurde vom Ortsrat mehrheitlich abgelehnt. 

Der offizielle Weg zum Sportzentrum ist und bleibt der Mühlenweg. Eine eigene Benennung der südlichen Straße würde auch zu einem Eintrag in Navigationssysteme führen und hätte zur unerwünschten Folge, dass auch der externe Verkehr über diese Straße zum Sportzentrum geleitet werden würde. 

Ortskundigen bleibt es nach wie vor unbenommen, diesen Weg zum Sportzentrum zu nutzen.

Dr. Michael Meißner