"Was ist los in Hittfeld?"

Eine Veranstaltung des CDU-Ortsverbandes

 

Was ist los in und um Hittfeld?

Das fragten und erfuhren gut 70 Gäste am 27. Juli im Hotel „Zur Linde“ in Hittfeld die erschienen waren, um sich über die neuen Entwicklungen im Großraum Hittfeld aus erster Hand informieren zu lassen. Jörg Hartmann moderierte die Veranstaltung, als Hauptreferent freute sich Norbert Fraederich, dem Wunsch nach objektiver Berichterstattung nachkommen zu können.

Auf der Prioritätenliste der Fragen stand ganz oben der Anbau des EDEKA-Marktes, der Neubau des ALDI-Marktes und die Erhaltung des Ensembles des „Hundertjährigen“. Zunächst wurde deutlich gemacht, dass die Versorgung der Bevölkerung vor Ort gesichert sein muss – der Netto-Markt schließt wahrscheinlich Ende August. Prognosen belegen, dass die Bevölkerung in den nächsten 20 Jahren nicht rückläufig sein, sondern langsam anwachsen wird.

 

Norbert Fraederich: „Darum hat sich die CDU/FDP-Gruppe von Anfang an dafür ausgesprochen, der Erweiterung des EDEKA-Marktes als Vollsortimenter und den ALDI-Neubau zu favorisieren. Ohne einen Neubau hätte die Firma Aldi die Filiale in Hittfeld geschlossen. Nur durch Erweiterung und Neubau ist durch eine „Querfinanzierung“ der Erhalt des „Hundertjährigen“ möglich. Hier hat die CDU/FDP-Gruppe ihre Vorstellungen trotz erheblicher Widerstände aus den anderen Parteien konsequent vertreten.

 

Der Neubau der Firma Matthies kann an der L 213 in Angriff genommen werden. Somit ist nach zehn Jahren endlich ein adäquater Standort gefunden worden. Im Zusammenhang mit dem Bau des Gartencenters wird die Firma Matthies 522 Kundenparkplätze fertigstellen. Zusätzlich werden auf dem Gelände 191 Parkplätze von der

Gemeinde Seevetal für die Pendler des nahegelegenen Bahnhofs gebaut. Damit wird sich die desolate Parkplatzsituation im Bereich des Hittfelder Bahnhofs entspannen.

 

Nicht nur die Parkplatzsituation am Bahnhof macht den Menschen Sorgen. Die Frage nach barrierefreien

Zugängen wurde gestellt, die Gemeinde steht in Verhandlungen mit der Deutschen Bahn.

 

Schnell abgehandelt werden konnte die Frage nach dem Feuerwehrgerätehaus in Hittfeld. Karsten Friedling, stellvertretender Vorsitzender des Feuerwehrausschusses, berichtete, dass das alte Gebäude marode sei und ein

neuer Standort gesucht und gefunden wurde. Der neue wird demnächst bekannt gegeben.

 

Wie erwartet, nahm das Baugebiet am Göhlenbach in der Veranstaltung breiten Raum ein. Seit Jahrzehnten in der Kommunalpolitik tätig, konnte Norbert Fraederich viel zu diesem Thema sagen. Seit mehr als 20 Jahren ist das Gelände als Baugebiet im Gespräch. Inzwischen soll nur noch ein Teilstück, genannt „Nördlich Göhlenbach“ bebaut werden. Vorgesehen ist eine Bebauung mit einer Seniorenwohnanlage im unteren Bereich (Straße Am Göhlenbach) und eine Bebauung mit Einzel-, Doppel,- und Mehrfamilienhäusern. Ein Investor für die  Seniorenwohnanlage ist noch nicht gefunden, die Gemeinde steht in Verhandlungen.

 

Die Nettobaufläche für das aktuelle Gelände beträgt ca. 45 Prozent der Gesamtfläche. Diese Größenordnung resultiert aus dem Wunsch nach viel „parkähnlichem Grün“ anderer politischen Parteien. Üblich ist eine Nettobaufläche von etwa 60 bis 65 Prozent. Auf Nachfrage erklärte Fraederich, dass durch eine sinnvolle und angemessene Erweiterung des Baugeländes eine einer Nettobaufläche auf über 50 Prozent erreicht werden könnte. Dieser geringe Anstieg führte zu Kopfschütteln bei den Gästen und zu der Frage: „Kann mir bitte irgendwer erklären, warum jemand so vehement gegen die Erweiterung des Baugeländes ist?“

 

Um der Nachfrage nach Bauland nachzukommen, fordert die CDU/FDP-Gruppe, die obere Fläche des ursprünglichen Baugebietes dazu zu nehmen, um den Verlust durch den Bau der Seniorenwohnanlage auszugleichen. „Wir haben dafür bislang keine politische Mehrheit gefunden“, so Norbert Fraederich. „Ich sehe in Hittfeld keine andere Fläche, die für eine umfangreichere Bebauung zur Verfügung steht.“

 

An die Anwesenden richtete er die Bitte: „Unterstützen Sie unsere Bemühungen um das neue Baugebiet. Um unsere Gemeinde stabil zu halten, benötigen wir Wohnraum für junge Familien neben den für Senioren. Weitere Flächen in entsprechender Größenordnung stehen in Hittfeld nicht zur Verfügung. Gehen Sie zu den immer öffentlichen Sitzungen der Rats- und Ausschusssitzungen und hören Sie sich an, wer für die Erweiterung des

Baugebietes ist und wer dies verhindert hat und sagen Sie gern Ihre Meinung dazu.“

 

Die Veranstaltung endete gegen 21.30 Uhr. Hildegard Engel, Vorsitzende des Ortsverbandes, verabschiedete die Gäste und bedankte sich für die rege Beteiligung und konstruktiven Diskussionsbeiträge.

Brigitte Goetze