Hittfeld: Baugebiet „Nördlich Göhlenbach“

CDU fordert zügige Umsetzung der Pläne

 

 Erfreuliche Nachrichten für Seevetal.

 Für das geplante Baugebiet „Nördlich Göhlenbach“ in Seevetal-Hittfeld können die planerischen Vorarbeiten, die gut zwei Jahre geruht haben, endlich wieder aufgenommen werden. Nachdem die formalen Hindernisse für die Aufstellung eines Bebauungsplanes nunmehr beseitigt sind, kann die Entwicklung des seit 2014 Jahren in der Beratung befindlichen Baugebietes in die finale Phase gehen.

Die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Seevetal fordert die Verwaltung und die Seevetaler Bürgermeisterin in einem Antrag auf, den „Planungsprozess für den Bereich des Baugebietes „Nördlich Göhlenbach“ unverzüglich wieder aufzunehmen und die notwendigen Planungsschritte zügig umzusetzen.

Mit ihrem Antrag für den Verwaltungsausschuss und den Ausschuss für Planung und Umwelt, die jeweils im Februar tagen, will die CDU-Fraktion den Planungsprozess maßgeblich voranbringen.

Die CDU hat sich seit Beginn der Planungen für das Baugebiet „Nördlich Göhlenbach" beharrlich für die Umsetzung eingesetzt und die Entwicklung vorangetrieben. Mit der Realisierung des Baugebietes „Nördlich Göhlenbach“ in Hittfeld werden sich für viele Menschen aller Altersgruppen neue Perspektiven des zeitgemäßen Wohnens in Seevetal ergeben.

Dabei ist für die CDU die Teilhabe der Menschen, unabhängig ihres Alters und möglicher Handicaps, ein zentraler Punkt bei den Planungen in unserer Gemeinde.

Daher ist für uns der Standard „mindestens barrierearm“ im gesamten neuen Wohngebiet und die entsprechend barrierearme Anbindung an den Ortskern unabdingbar.

Für Seniorinnen und Senioren wird es vielfältige Angebote im Rahmen der entstehenden Seniorenwohnanlage geben. Neben dem Wohnen sind auch Tagespflegeplätze und ein Angebot für Kurzzeitpflege geplant.

Dies ist neben den bereits genannten Punkten eine gemeinsame Forderung der CDU sowie deren Kandidatin für das Bürgermeisteramt Emily Weede. Denn die Schaffung dieses Angebots begrüßen wir uneingeschränkt, da es unser Bestreben ist, alten Menschen das Bleiben in ihrem sozialen Umfeld zu ermöglichen. Hier gilt es nicht nur in den zentralen Orten unserer Gemeinde Angebote zu schaffen, sondern auch in den kleineren Gemeindeteilen. Für die kleineren Gemeindeteile könnte zum Beispiel die Wohngemeinschaft für Demenzkranke in Scharmbeck ein Vorbild sein.

In dem neuen Wohngebiet müssen zudem eine ausreichende Ladeinfrastruktur für Pkw und Fahrräder mit E-Motor sowie eine attraktive Anbindung an den ÖPNV geschaffen werden.

Zu dem Wohnkonzept gehört für die CDU und für die Bürgermeisterkandidatin immer auch die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. In dem Neubaugebiet „Nördlich Göhlenbach“ sind neben Doppel- und Einfamilienhäusern auch mehrere Mehrfamilienhäuser mit jeweils zirka acht Wohneinheiten geplant. Damit wird ebenfalls ein Angebot für „bezahlbares Wohnen“ möglich, um die seit Jahren bestehende hohe Nachfrage besonders in diesem Segment des Wohnungsmarktes zu erfüllen. Die Kreiswohnungsbaugesellschaft wird sich voraussichtlich an diesem Projekt beteiligen. Die Bürgermeisterkandidatin und die CDU-Fraktion gehen davon aus, dass bei der Vergabe der Baugrundstücke Bewerber und Bewerberinnen aus Seevetal oder dort gebürtige bevorzugt werden müssen.

Die Bebauung muss nach Vorstellungen des CDU-Teams energieeffizient und ressourcenschonend erfolgen. Hierzu gehört auch die Verwendung von nachwachsenden und umweltschonenden Baustoffen.

Die Energieversorgung der Gebäude sollte so beschaffen sein, dass eine CO2-Emissions-Reduktion oder die CO2-Neutralität erreicht wird.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Realisierung vom Baugebiet „Nördlich Göhlenbach“ sowie für die zukünftige Entwicklung anderer Neubaugebiete ist die Optimierung der Oberflächenentwässerung. Durch die zunehmenden Starkregenereignisse in den vergangenen Jahren ist deutlich geworden, dass das bisherige System mit Regenrückhaltebecken, Regenwasserkanälen und Rigolen entlang der Straßen in Zukunft an seine Grenzen stoßen wird.

Die CDU will daher erreichen, dass das Oberflächenwasser möglichst im Gebiet des jeweiligen B-Plans verbleibt. Hierzu sollen in Zukunft innovative Systeme, z. B. die sogenannte Schwammspeicherung, angewendet werden. Auch wandgebundene Pflanzsysteme sind ein Baustein bei diesem System. Begrünte Fassaden sorgen dabei durch die Verdunstung über die Blätter für eine Kühlung ihrer Umgebung. Zusätzlich binden sie Feinstaub.

Moderne Pflanztechnik kann dafür sorgen, dass das Regenwasser für die „Grünen Wände“ genutzt werden kann und so bei Starkregenereignissen die Regenwasserkanäle nicht überfordert werden. Weiterhin können „Grüne Wände“ als wichtige Trittsteinbiotope dienen. So könnte auch der Lärmschutz zur L213 durch solche Wasser speichernden „Grünen Wände“ erfolgen.

Im Baugebiet „Nördlicher Göhlenbach“ werden nur zirka 41 Prozent der Fläche bebaut werden. Das ist eine vergleichsweise äußerst geringe Ausnutzung der vorhandenen Bauflächen. Auf dem verbleibenden wesentlich größeren Teil soll die Gemeinde einen Beitrag zur Biodiversität leisten. Bei der Pflege von Flächen können die Mäharbeiten Insekten schonend durchgeführt werden; manche Flächen können sogar bis ins Frühjahr ungemäht bleiben und vielen Insekten, Kleinsäugern, Vögeln und Niederwild Überwinterungsmöglichkeiten bieten. Die Straßen begleitenden Grünstreifen stellen wichtige Korridore zur Vernetzung der Lebensräume dar.

Einige geeignete Flächen sollten den Bewohnern des Quartiers zum sogenannten „Community Gardening“ (Gemeinschafts-Gärtnern) zur Verfügung gestellt werden. Gerade an diesen Plätzen sollte es auch außerhalb des Gärtnerns Beschäftigungsmöglichkeiten für die unterschiedlichen Generationen des Quartiers geben. Als Stichwort sei hier „Generationenspielplatz“ genannt.

Die CDU und ihre Bürgermeisterkandidatin möchten, dass die genannten Grundsätze bei allen neuen Baugebieten und so weit möglich auch bei allen Neubauvorhaben in bestehenden Baugebieten Anwendung finden. Beim Bauen im Bestand sollen zudem mögliche Umnutzungen von bestehenden Gebäuden mehr als bisher im Fokus stehen. Die Nutzung dieser „grauen Energie“ ist ein weiterer Aspekt des klimaschonenden Bauens der Zukunft.

Für die CDU Seevetal und ihre Bürgermeisterkandidatin steht das Zusammenspiel von Ökonomie und Ökologie für ein lebendiges, modernes Seevetal im Mittelpunkt.